Der vergangene September schrieb auf den Balearen Wettergeschichte: Mit einer Durchschnittstemperatur von 24,5 °C, die 2,2 Grad über dem langjährigen Mittel lag, war es der zweitwärmste September seit Beginn der Aufzeichnungen 1961. Nur das Jahr 1987 war noch wärmer. Auf allen Inseln wurden extreme Temperaturabweichungen festgestellt.
Auf Mallorca lag die Durchschnittstemperatur bei 24,7 °C, 2,6 Grad über dem Normalwert.
Menorca verzeichnete 24,8 °C (+2,5 Grad).
Ibiza erreichte 24,6 °C (+1,8 Grad).
Auf Formentera wurden 25,6 °C (+2,2 Grad) gemessen.
Mehrere Gemeinden brachen historische Monatsrekorde, darunter Pollença mit 25,3 °C (seit 1951) und Llucmajor mit 25,8 °C (seit 1974). Auch die Tageshöchstwerte waren außergewöhnlich: 40,1 °C in Llucmajor am 7. und in Pollença am 8. September stellten neue Rekorde auf.
Bemerkenswert war die hohe Zahl sogenannter tropischer Nächte – Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 °C fiel. In Capdepera trat dieses Phänomen im gesamten Monat auf, und auch die Zahl schwüler Nächte nahm spürbar zu.
Niederschlagsmäßig präsentierte sich der September als trocken: Im Schnitt fielen 47 l/m² – 30 % weniger als üblich. Besonders Menorca und Ibiza verzeichneten mit 3,4 l/m² bzw. 10 l/m² ein gravierendes Niederschlagsdefizit. Auf Mallorca lag der Wert mit 55 l/m² nur leicht unter dem Normalwert.
Auch extreme Wetterereignisse traten auf: Am 9. September erreichte eine Windböe in Banyalbufar 158 km/h – begleitet von einem heftigen Sturm, der über Mallorca hinwegfegte.
Diese Beobachtungen spiegeln den Trend zu häufigeren Wetterextremen wider und verdeutlichen, wie spürbar der Klimawandel selbst auf beliebten Ferieninseln wie den Balearen geworden ist.
Quelle: Agenturen




